22.01.2020

Kathrin Böhning – Bewerbungsrede „Bürgermeister-Kandidatin 2020“

Mein Name ist Ihnen ja bereits bekannt, da ich ja die Ehre hatte, Mittelpunkt in  einem Ratespiel auf facebook zu sein. Ich bin  Kathrin Böhning, 57 Jahre alt und Mutter zweier erwachsener Töchter, die auch beide in Lübbecke leben und arbeiten. Seit mehr als 20 Jahren lebe ich in dieser schönen Stadt Lübbecke, in deren Herzen ich seit 18 Jahren als Heilpraktikerin in meiner eigenen Naturheilpraxis tätig bin.

Aufgewachsen bin ich allerdings auf der anderen Seite des Wiehengebirges, in Kirchlengern und die Schule habe ich in Bünde besucht, wo ich auch 1981 mein Abitur gemacht habe. Nach dem Abitur habe ich in Osnabrück BWL studiert und 1987 meinen Abschluss als Diplom-Kauffrau gemacht. Danach folgten 5 Jahre bei Kodak in Stuttgart, wo ich zunächst  als EDV-Organisatorin in großen EDV-Projekten mitwirkte, und dann als Assistentin des DV-Leiters in die Projektleitung wechselte.  1992 kam ich zurück in die Heimat und wechselte zur Firma Hettich nach Kirchlengern, wo ich zunächst als Assistentin des kaufmännischen Geschäftsführers tätig war, später als Projektleiterin im Hettich Verwaltungs-und Rechenzentrum und nach der Geburt meiner ersten Tochter im Logistik-Controlling mein Aufgabenfeld hatte. (04/1992 – Ende 1998)

In dieser Zeit  folgte mein Umzug nach Lübbecke im Jahr 1998.

Durch ein pers. Erlebnis (Erkrankung Tochter) traf ich die Entscheidung, HP zu werden und begann parallel im Erziehungsurlaub (2.Tochter) mit HP-Ausbildung im Wochenendausbildung in Bielefeld. Ende 2001 schloss ich erfolgreich ab und eröffnete Anfang 2002 meine Naturheilpraxis in Lübbecke.

Neben der Praxisarbeit als Therapeutin bin freiberuflich tätig als Dozentin, Referentin und Autorin für Fachartikel.

Mein kommunalpolitisches Interesse und Engagement begann vor einigen Jahren. Ich kann es hier sagen, da ich immer sehr offen damit umgegangen bin. Mein Herz schwankte damals zwischen Grün und CDU – einige von Ihnen erinnern sich vielleicht sogar noch daran, dass ich vor meiner Entscheidung für eine Partei sowohl bei CDU als auch bei den Grünen in Orts-/Stadtverband Treffen hinein geschnuppert habe.  Ich bin in einem wertekonservativen elterlichen Umfeld aufgewachsen, in dem der Respekt vor der Schöpfung und allen Geschöpfen hoch angesiedelt war. Diese Werte und Normen habe ich auch meinen Kindern mitgegeben. Da dieser Grundgedanke bei beiden Parteien, CDU und Grün, ganz vorn steht, war es für mich auch nicht schwer, mich bereit zu erklären,  mich als gemeinsame BM-Kandidatin aufstellen zu lassen. Meine Bereitschaft, für unsere gemeinsamen Ziele, das Wohl und die Entwicklung unserer Stadt  und vor allem FÜR die Bürgerinnen und Bürger Lübbeckes meine Mitgliedschaft bei der Partei Die Grünen aufzugeben, zeigt meine Haltung hierzu. Meine Haltung nämlich, das zu tun, was für die Stadt die beste Lösung ist, die Stadt wieder zusammen zu führen und Politik für alle Menschen machen zu wollen.

Die sog. „Lübbecker Verhältnisse“, die gestern in der Sonder-Ratssitzung wieder eindrücklich gezeigt wurden, dürfen so nicht weiter gehen! Die Entscheidung, den einzigen Tagesordnungspunkt, der von CDU und Grünen gemeinsam beantragt worden war, ohne Begründung von der Tagesordnung zu fegen, zeigt eine unsägliche, überhebliche Demonstration der Macht, die jeglichen Respekt vor der Meinung anderer entbehrte.

Ich sehe es persönlich als großen Vorteil an, uabhängige und parteilose BürgermeisterKandidatin zu sein, um  für möglichst viele Bürgerinnen und Bürger wählbar sein und um Lübbecke voranzubringen.

In den gemeinsamen Vor- und Sondierungsgesprächen hat sich nämlich heraus kristallisiert, dass es reichlich gemeinsame Themen gibt. Zum Beispiel …

 

-         Innere Sicherheit ist so ein gemeinsames,  übergeordnetes Thema. Die Zentralisierung der Polizeikräfte und des Kriminalkommissariats in Minden stellt ein zunehmendes Problem für die Sicherheit in Lübbecke und den Nachbarkommunen dar. Es bedarf aller Anstrengungen, mit dem Landrat, dem Kreis und den Nachbarkommunen zu verhandeln und dafür zu kämpfen, dass die Lübbecker Polizeiwache wieder durchgängig besetzt wird und wir hier vor Ort wieder mehr Polizeipräsenz haben.

 

-         Die ärztliche Versorgung in Lübbecke muss gesichert werden. Hier gilt es, von Seiten der Stadt schnellstmöglich aktiv zu werden und Anreize für Ärzte zu schaffen, sich hier niederzulassen, so wie es z.B. in Rahden und Espelkamp gelungen ist.

 

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